Gespräch 2012  
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Energie & Umwelt
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Mittelalter oder Zukunftsvision?
Ist die 2000-Watt-Gesellschaft ein "sympathisch anmutendes Experiment" oder ein "Festival des Dirigismus"? Indem EBL-Geschäftsführer Urs Steiner einen renommierten Schweizer Energieexperten zitierte, machte er zur Begrüssung gleich deutlich: Die 2000-Watt-Gesellschaft polarisiert. Und: Es fehlt an verlässlichen Prognoseszenarien. Niemand weiss also genau, was genau hinter dem Begriff steht. "Mit unserem Anlass wollen wir deshalb versuchen, Informationslücken zu schliessen", sagte Steiner. Und er erhoffte sich fundierte Argumente und eine Diskussion ohne ideologische Scheuklappen. Eines aber sei sicher: Nur wenn die Anliegen von Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie in harmonischem Gleichgewicht stünden, könne sich die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft als nachhaltig erweisen.
BL-Geschäftsführer Urs Steiner: "Informationslücken schliessen".
Eine Frage des Wissens, nicht des Könnens
Für die baselstädtische Regierungsrätin Barbara Schneider war klar: Die 2000-Watt-Gesellschaft sei weder eine Vision noch ein Ziel, sondern ganz einfach eine Verpflichtung. Denn Klimawandel und Ressourcen-Knappheit liessen gar keine andere Wahl. "Wir müssen übrigens keineswegs zurück ins Mittelalter", sagte die Vorsteherin des Baudepartements. "schon 1960 war der durchschnittliche Energieverbrauch bei 2000 Watt." Und die Instrumente dazu seien längst vorhanden. Schneider nannte etwa Passivhäuser, erneuerbare Energien oder eine nachhaltige Verkehrspolitik. "Es fehlt also weder am Wissen noch am Können", unterstrich sie, "aber wir müssen es wollen."